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Die Penners

Gästebuch

In Paraguay, Kolonie Neuland,
von Juli 1948 bis
August 1953

Vorwort:

Die Kolonie Neuland wurde in den Jahren 1947/48 von mennonitischen Flüchtlingen aus der ehemaligen Sowjetunion gegründet. Laut Schiffslisten waren es 2.474 Personen. Das war damals auch die gröβte Immigrantengruppe von den drei Chacokolonien. Das MCC hatte für diese Immigranten 40 Legua Land, also 75.000 ha gekauft.

In Asuncion haben alle Immigranten ca.
einen Monat Aufenthalt, bis alle Land–
und Papierformalitäten erledigt sind.
Die Richert´s wohnen für ca. 3 Monate in
der Menno-Kolonie im Dorf Osterwick
bei einer Familie Penner. In Tiege, in der Kolonie Neuland, bekommen sie wie viele andere Auswanderer ein Stück Land
zugewiesen.

Das gesamte Land war vorher Gutsbesitz,
bevor dieses von seinem Besitzer an den MCC (Mennonite Central Committee) verkauft wurde. Das Geld für den Landkauf wird vom MCC für die einzelnen Familien vorgestreckt, welches sie in Raten zurückzahlen müssen.

Eine Scheune für die Erntesortierung
in der Kolonie Neuland/Paraguay

Peter, Tina und Heinrich Richert wohnen zuerst in Tiege. Sie bauen eine Hütte und graben einen Brunnen.
Ca. ein Jahr brauchen
alle, um ihr Land zu roden, denn außer Urwald ist zunächst nichts vorhanden.

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So nach und nach wird ihr Haus fertig und sie pflanzen auf ihrem gerodeten Boden Baumwolle, Erdnüsse und Kafir an, von dessen Verkauf sie mehr oder weniger leben. Außerdem verkaufen sie Palisanderholz, welches auf ihrem Grund und Boden wächst und sehr ölhaltig ist. In den entsprechenden Fabriken wird Öl daraus gewonnen. Zum Heizen eignet es sich auch hervorragend. 

Die Kirche von Gnadental, das ca. 20 km von Tiege entfernt ist, gehört ebenfalls zur Kolonie Neuland.
Diese Kirche haben Peter Richert, und viele andere
Helfer von Anfang an mit aufgebaut.

52 Dörfer umfasst mittlerweile die Kolonie Neuland. 

Mennonitische Brüdergemeinde
Mit Hilfsgeldern aus Nordamerika konnte 1952 in Gnadental mit dem Bau
des Versammlungshauses begonnen werden. Grundsteinlegung war am
05. Juni 1952. Die Bauarbeit wurde von Abram Klassen geleitet. Das
Bethaus konnte am 16. August eingeweiht werden.
Quelle: www.neuland.com.py

Die ganze Familie in Tiege,
Kolonie Neuland 1951/52

Im Jahre 1952 ziehen die Richert`s von Tiege nach
Einlage, ebenfalls in Paraguay, noch einmal um.

Ein Jahr später, 1953, beschließt die Familie nach
Brasilien auszuwandern. Dieser Entschluss wird von
Peters Schwester Lena und ihrem Ehemann Jakob Wiebe unterstützt, denn sie sind der Meinung, in Brasilien ist
das Leben einfacher und besser.
Lena und Jakob Wiebe wohnen schon seit vielen Jahren
in Brasilien. Sie wanderten 1928 von Russland mit ihrer kleinen Tochter Maria zuerst nach Mölln bei Stuttgart
aus. Dort wohnten sie ein paar Jahre. Nachdem Deutschland sie nicht behalten wollte und Kanada sie nicht mehr
aufnahm, wanderten sie weiter nach Brasilien aus.

Heinrich und Liese Richert werden 1948, bzw. 1950 in Tiege eingeschult.

Erna Richert wird am
13.September 1951 inTiege,
Kolonie Neuland. geboren.

Die letzten 3 Fotos
in Paraguay, 1953

Nachdem die Richert`s alles in Paraguay verkauft haben, fliegen sie im
August 1953 von Asuncion in Paraguay nach Curitiba in Brasilien.